Ein Einbruch dauert oft nur wenige Minuten – und hinterlässt nicht nur materiellen Schaden, sondern auch ein Gefühl von Unsicherheit. Die gute Nachricht ist, dass sich die meisten Einbrüche durch gezielte und rechtzeitig umgesetzte Schutzmaßnahmen wirksam verhindern lassen.
In diesem Artikel erfahren Sie:
- Welche Einbruchsmethoden am häufigsten vorkommen
- Wo typische Schwachstellen liegen
- Mit welchen konkreten Maßnahmen sie Ihr Zuhause effektiv schützen können
Die häufigsten Einbruchsmethoden – und wie Sie sich schützen.
Aufhebeln von Fenstern und Türen
Einbrecher setzen einen Schraubenzieher oder ein ähnliches Werkzeug gezielt an Fenster- oder Türrahmen an und hebeln diese dadurch oft bereits in wenigen Sekunden auf. Besonders gefährdet sind dabei folgende Bereiche:
- alte Holzrahmen ohne Sicherheitsbeschläge
- Terrassentüren
- Balkontüren
- gekippte Fenster
Diese Technik ist besonders beliebt, weil sie:
- schnell funktioniert
- wenig Lärm verursacht
- kaum Spuren hinterlässt
Einbrecher schauen oft zuerst durch das Fenster, ob dort Wertgegenstände sichtbar sind.

Effektiver Einbruchschutz für Türen und Fenster
Pilzkopfverriegelungen nachrüsten
abschließbare Fenstergriffe installieren
Zusatzsicherungen anbringen
einbruchhemmende Beschläge verwenden

Zylinderziehen oder Kernziehen
So funktioniert diese Methode:
Beim Zylinderziehen wird der Schließzylinder mithilfe spezieller Werkzeuge herausgezogen. Ist der Zylinder nicht ausreichend geschützt, kann die Tür schnell geöffnet werden.
Vorgehensweise: Eine Schraube wird in das Schlüsselloch gedreht, anschließend wird der gesamte Zylinder mit einem Werkzeug – wie einem Schlüsselziehwerkzeug oder einem Klauenhammer – herausgezogen.
Diese Methode ist beliebt, weil sie:
- schnell durchführbar ist und
- nur wenig Lärm verursacht
Eine einfache Abhilfe gegen Zylinderziehen
Sicherheitszylinder mit Ziehschutz
Schutzbeschläge mit Kernziehschutz
bündig montierte Zylinder (nicht überstehend)
Zylinder knacken oder brechen
Ragt das Schloss etwas aus der Tür heraus, wird es von Einbrechern als Schwachstelle ausgenutzt.
Zylinder brechen:
- Bei dieser Methode richten Einbrechende ihren Angriff gezielt auf den Zylinderkern.
Überstehende Zylinderschlösser:
- Mit einer Zange kann der Schließzylinder erfasst werden.
- Durch starken Druck auf die Zange wird der Schließzylinder gebrochen.
- Nach dem Bruch des Zylinders kann die Tür mit einem Universalschlüssel geöffnet werden.

Einbruchschutz durch bündige Zylinderschlösser
Erhöhter Schutz vor Aufbruchversuchen durch bündig montierte Schließzylinder
Einbrecher erhalten keinen ausreichenden Angriffspunkt zum Knacken oder Brechen des Zylinders
Empfohlene maximale Überstandslänge: nicht mehr als zwei Millimeter
Fachgerechte Installation minimiert das Risiko unerlaubter Zugriffe

Fensterbohren und Angriff auf den Fenstergriff
Eine weitere Methode ist das Anbohren von Fensterbeschlägen. Dabei wird gezielt an bestimmten Stellen gebohrt, um den Fenstermechanismus zu entriegeln.
Typischer Ablauf der Fensterbohrer-Methode:
- Mit einer Akku-Bohrmaschine wird unterhalb des Fenstergriffs ein Loch in den Rahmen gebohrt.
- Das Material des Fensterrahmens – ob Kunststoff oder Holz – bietet keinen wirksamen Widerstand gegen moderne Bohrmaschinen.
- Durch das gebohrte Loch wird ein speziell gebogener Metallstab eingeführt.
- Mit diesem Werkzeug lässt sich der Fenstergriff von außen drehen und das Fenster oder die Tür öffnen.
Die Methode ist besonders unauffällig und hinterlässt oft nur geringe Spuren.
Empfehlungen zum Schutz vor Einbrüchen mit Fensterbohrer
Sichern Sie Ihre Fenster mit abschließbaren Griffen! Noch besser schützen Sie Ihr Zuhause mit starken Fenster-Schlössern.
Außerdem wichtig: Verstecken Sie den Schlüssel, platzieren Sie ihn nicht in direkter Nähe der Fenster, Terrassen- oder Balkontüren.
Zusatzsicherungen für Terrassen- und Balkontüren
Fenstersicherung nicht nur die Schließseite sondern auch an der Scharnierseite.

Schwachstelle: Gekippte Fenster
Ein gekipptes Fenster gilt rechtlich als „offen“. Für Einbrecher ist es besonders leicht zugänglich.
- ❌ Fenster niemals gekippt lassen – auch nicht kurzzeitig
- ✔️ Fenster vollständig schließen
- ✔️ ggf. Fenstersensoren oder Alarmanlagen ergänzen
Dabei ist es wichtig, jedes Fenster genauso sorgfältig zu sichern wie die Eingangstür.
Empfehlungen für mehr Fenstersicherheit:
Verschließen Sie alle Fenster und Fenstertüren auch bei kurzer Abwesenheit vollständig.
Rüsten Sie Fenster mit geprüften Zusatzsicherungen, wie abschließbaren Fenstergriffen oder einbruchhemmenden Beschlägen, aus.
Lassen Sie sich zur Nachrüstung von Fenstersicherungen individuell beraten.
Berücksichtigen Sie auch Terrassen- und Balkontüren, Kellertüren sowie Fenster im Obergeschoss.
Lockpicking bzw. Picking
Was bedeutet das?
Beim Lockpicking manipulieren Täter den Schließmechanismus mit Spezialwerkzeugen, ohne sichtbare Schäden zu hinterlassen.
Mit speziellem Lockpicking-Werkzeug ertasten und drücken Profis die Sperrstifte Ihrer Tür vorsichtig zurück. So öffnen sie die Tür mit viel Feingefühl. Doch diese Methode ist selten: Denn Einbrecher brauchen dafür teure Ausrüstung und viel Übung. Diese Methode erfordert zwar mehr Erfahrung, kommt aber ebenfalls vor.

So sorgen Sie für mehr Schutz
Hochwertige Sicherheitszylinder mit speziellen Stiftmechanismen
geprüfte Markenprodukte
fachgerechte Montage
Das typische Täterprofil

Experten unterscheiden zwei Arten von Einbrechern:
- Gelegenheitstätern
- Professionellen Einbrechern
Die Gelegenheitstäter begehen die Einbrüche oftmals, weil sie in eine persönliche Notsituation geraten sind und unter hohem Druck stehen – der Täter benötigt Geld.” In beiden Fällen handelt es sich um Täter, die lediglich einfache und leichte Werkzeuge zur Verfügung haben und daher simple Einbruchsmethoden bevorzugen.
Die meisten Einbrüche werden nicht von Profis verübt, sondern vielmehr von Spontan- und Gelegenheitstätern. Rund 80 % aller Einbrüche gehen auf das Konto dieser Personen, da sie meist nicht gezielt einen bestimmten Einbruch planen, sondern vielmehr spontan die Gelegenheit nutzen, wenn sich eine günstige Situation ergibt. Sie handeln, wenn sich eine günstige Gelegenheit ergibt. Wenn sie an einem Haus oder einer Wohnung vorbeikommen, die keinen sichtbaren Einbruchschutz hat, schlagen sie oft spontan zu.
Checkliste: So erhöhen Sie Ihren Einbruchschutz sofort
- Sind alle Fenster mit Sicherheitsbeschlägen ausgestattet?
- Ragt der Türzylinder mehr als 3 mm heraus?
- Sind Terrassen- und Balkontüren gesichert?
- Gibt es dunkle Bereiche rund ums Haus?
- Sind Nachbarn informiert, wenn Sie verreisen?
Diese einfache Prüfung hilft, Schwachstellen schnell zu erkennen.
Warum mechanischer Schutz entscheidend ist
Elektronische Systeme sind sinnvoll – doch mechanische Sicherungen bilden die Grundlage. Studien zeigen, dass Täter Einbruchsversuche meist abbrechen, wenn sie auf Widerstand stoßen.
👉 Je länger der Einbruch dauert, desto höher das Risiko für den Täter – und desto größer Ihre Sicherheit.

Warum sich eine Beratung bei Haus der Schlösser lohnt
Individuelle Sicherheitsanalyse für Haus, Wohnung oder Betrieb
Auswahl geprüfter Sicherheitsprodukte über den gesamten Einbruchschutz hinweg
Montage durch erfahrene Techniker und ein zentraler Ansprechpartner in Linz und Umgebung
Fazit: Sicherheit beginnt bei den Details
Einbrecher nutzen gezielt Schwachstellen aus. Wer typische Einbruchsmethoden kennt, kann gezielt vorsorgen.
Mit:
- hochwertigen Sicherheitszylindern,
- geprüften Schutzbeschlägen,
- stabilen Fenster- und Türsicherungen
reduzieren Sie das Risiko deutlich.
Häufige Fragen zu Einbruchsmethoden & Einbruchschutz
Am häufigsten erfolgt ein Einbruch durch das Aufhebeln von Fenstern oder Terrassentüren. Täter nutzen einfache Werkzeuge wie Schraubenzieher, um schlecht gesicherte Rahmen innerhalb weniger Sekunden zu öffnen. Besonders gefährdet sind gekippte Fenster und ältere Beschläge ohne Sicherheitsverriegelung.
Die wichtigste Maßnahme ist ein Sicherheitszylinder mit Ziehschutz in Kombination mit einem geprüften Schutzbeschlag. Zusätzlich erhöhen Mehrfachverriegelungen und ein fachgerechter Einbau den Widerstand erheblich. Ein überstehender Türzylinder sollte vermieden werden.
Ja. Ein gekipptes Fenster gilt als offen und lässt sich leicht aufdrücken. Viele Einbrüche erfolgen über ungesicherte oder gekippte Fenster. Deshalb sollten Fenster beim Verlassen des Hauses immer vollständig geschlossen werden.
Ein Einbruchsversuch dauert oft nur wenige Minuten. Wenn Täter jedoch auf mechanischen Widerstand stoßen, brechen sie den Versuch häufig schnell ab. Gute Sicherungstechnik erhöht daher die Abschreckung deutlich.
Beim Zylinderziehen wird der Schließzylinder mit Spezialwerkzeugen aus der Tür gezogen. Ist kein Kernziehschutz vorhanden, kann die Tür schnell geöffnet werden. Sicherheitszylinder mit Schutzbeschlag verhindern diese Methode wirksam.
Ja. Mechanische Sicherungen wie Sicherheitsbeschläge, Zusatzschlösser und Pilzkopfverriegelungen zählen zu den effektivsten Maßnahmen. Sie verlängern die Einbruchszeit und erhöhen das Risiko für Täter entdeckt zu werden.





